Bräuche in Deutschland

Hier trennen sich die Wege. In Bayern feiert man fast so, wie in Österreich. Das bedeutet, die Braut wird entführt, Vereinsmitglieder betreten samt Masken den Hochzeitssaal und es werden Geschichten ohne Ende erzählt. So geht es zu, wenn man am Land heiratet und das ganze Dorf geladen ist. In der Stadt ist das alles ein wenig anders. Viele verzichten sogar direkt auf die Kirche und heiraten am Standesamt. Zu trinken gibt es vor den Gemächern, Prosecco und der ganze Zauber ist schnell vorbei. Moderne Paare möchten lieber unter sich feiern. Am besten natürlich, in der Karibik.

Es gibt aber auch noch sehr traditionelle Familien in Deutschland. Frischvermählte müssen hier ganz schön Kraft zeigen. Nach der offiziellen Trauung ist es üblich, dass das Paar einen Baumstamm zersägen muss. Natürlich wird nicht ein Dreimeterbaum zur Kirche getragen. Ein kleines Stück Holz reicht hier vollkommen. Auch das dauert in der Regel schon lange genug. Das Ganze hat aber auch eine wunderbare und schöne Bedeutung. Es sagt aus „Gemeinsam sind wir stark“ - das Brautpaar wird ohne Probleme alle Hürden und Hindernisse gemeinsam überstehen. Wenn man unmittelbar nach dem JA Wort mit einem Baumstamm konfrontiert wird, kann ja gar nichts mehr schief gehen. Oder etwa nicht? Zu mindestens muss man nicht wie in der Schweiz, Maut an die Freunde bezahlen. Alles hat seine vor und Nachteile.